Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Doktorand für BMBF-Projekt “Neuro-OCT” gesucht

Am Medizinischen Laserzentrum Lübeck (MLL) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle eines/r

wissenschaftlichen Mitarbeiters/in

im BMBF-geförderten Verbund „Optische Kohärenztomographie (OCT) zur intraoperativen Erfassung und Visualisierung von Tumorgrenzen und Gefäßarchitektur in der Neurochirurgie“ (Neuro-OCT) für 3 Jahre zu besetzen. Das Projekt wird im Rahmen eines Forschungsverbunds vom MLL zusammen mit der Klinik für Neurochirurgie und dem Institut für Biomedizinische Optik (BMO) der Universität zu Lübeck (UzL) durchgeführt. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit dem Institut für Medizinische Informatik (IMI) der UzL. Die Stelle wird anteilig am MLL und IMI angesiedelt sein und ist zur Promotion geeignet, die an der Universität zu Lübeck erfolgen kann.

Für die Stelle wird ein/e Master-Absolvent/in der Medizinischen Informatik, Informatik, Medizinischen Ingenieurwissenschaft oder verwandter Studiengänge gesucht, die/der vorzugsweise über Vorkennt­nisse im Bereich der Medizinischen Bildverarbeitung und/oder Machine Learning-Verfahren verfügt.

Die Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH ist eine gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungs­gesellschaft im Technologie­transfer für optische Techno­logien und Lasermedizin auf dem BioMedTec-Wissenschafts­campus Lübeck und koope­riert sehr eng mit der Universität zu Lübeck. Das Spektrum der Arbeiten erstreckt sich von anwen­dungs­bezogener Erforschung und Entwicklung innovativer Methoden in der Biophotonik bis hin zur klini­schen Erprobung neuer laser- und biomedizinischer Verfahren in der Diagnostik und Therapie.

Die OCT ist eine optische Technologie, mit der 3D-Gewebevolumina erfasst werden können. Erste Untersuchungen in Lübeck zur Demarkation von Tumoren zu gesundem Hirngewebe bei offenen Hirnoperationen haben vielversprechende Ansätze aufgezeigt. In unserem Verbund soll eine intraoperative OCT (iOCT) realisiert werden, wozu ein neuestes Hochgeschwindigkeits-OCT (A-scan-Rate im MHz-Bereich) an ein Operationsmikroskop gekoppelt werden soll. Hiermit sollen klinische Daten während der OP aufgenommen, prozessiert und dem Arzt in Echtzeit mit Videorate dargestellt werden. Die Daten sollen im Vergleich zur Gewebehistologie ausgewertet werden, um Klassi­fika­tions­kriterien (Tumor / gesundes Gewebe) festlegen zu können. 

Ziele und Schwerpunkte der Arbeit:

  • Systematische Erfassung intraoperativer OCT-Schnitt- und Volumenbildern und deren histo­pathologische Befundung (Registrierung, Segmentierung)
  • Automatische Segmentierung vaskularisierter und tumoröser Bildbereiche mithilfe von zu entwickelnden Bildverarbeitungsalgorithmen und Machine Learning- Verfahren in 2D- und 3D-OCT-Bilddaten
  • Entwicklung effizienter Methoden zur Analyse von 4D-Hochgeschwindigkeits-OCT-Bilddaten
  • Prozess- und benutzerorientierte Bilddarstellung für den Neurochirurgen

Voraussetzungen:

  • Überdurchschnittlich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master) im Bereich der Medizinischen Informatik, Informatik, Medizinischen Ingenieurwissenschaft oder in verwandten Studiengängen
  • Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Medizinischen Bildverarbeitung sind erwünscht, Kenntnisse von Methoden des Machine Learnings sind hilfreich.

Wir bieten:

  • Eine vielseitige, interessante Arbeit mit hoher Eigenverantwortung in einem interdisziplinär arbeitenden Team aus Ingenieuren, Physikern, Informatikern und Medizinern
  • Teilnahme an internationalen Workshops und Tagungen

Fragen zu dieser Position beantworten gerne Prof. Dr. rer. nat. habil. Heinz Handels (handels@imi.uni-luebeck.de), Dr. Birgit Lange (Lange@mll.uni-luebeck.de) und Dr. Ralf Brinkmann (brinkmann@mll.uni-luebeck.de). Weitere Informationen zu uns und zum Projekt auf www.mll-luebeck.com. Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen – per E-Mail als pdf-Datei – bis zum 3.4.2018 an Dr. Ralf Brinkmann.

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